Arbeitslosigkeit in Emmendingen auf Rekordtief

Veröffentlicht am 16.06.2017 in Pressemitteilungen

In einem gemeinsamen Gespräch mit dem Vorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit, Christian Ramm, erkundigte sich die Landtagsabgeordnete und Sozialpolitikerin Sabine Wölfle  MdL über den aktuellen Stand der Arbeitslosigkeit im Landkreis Emmendingen, der Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt und deren Entwicklungspotentiale, bei der Bundesagentur für Arbeit.

Ausschlaggebend für das Gespräch waren Berichte, die den enormen Fachkräftemangel in Südbaden und die gleichzeitig hohe Jugendarbeitslosigkeit im benachbarten  Elsass thematisierten. Vor diesem Hintergrund erkundigte  sich Sabine Wölfle MdL bei dem Vorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit, Christian Ramm, über die aktuelle Entwicklung des Arbeitsmarktes in Emmendingen und ausbaufähige Potentiale.

„Wir haben in Emmendingen eine erfreulich niedrige Arbeitslosenzahl. Vor allem bei der Eingliederung der Langzeitarbeitslosen haben wir unsere Zielmarke weit übertroffen. Natürlich ist jede/r Arbeitslose eine/r zu viel, aber wir machen große Fortschritte.“, so Christian Ramm, der die Bundesagentur nun seit vier Jahren erfolgreich führt. Besonders erfreulich ist, dass die Jugendarbeitslosigkeit im Landkreis Emmendingen mit 2,3 % sehr niedrig ist. „Hier ist sicherlich die zentrale Anlaufstelle „Gleis 25“ Vorreiter als Jugendberufsagentur für den Übergang von Schule in den Beruf für die Gruppe der 15 bis 25 Jährigen.“ so Ramm.

Natürlich stellt die Integration von geflüchteten Menschen die Berufsbegleiter vor neuen Herausforderungen, aber vor allem lassen sich hieraus neue Potentiale ableiten. Viele Geflüchtete Menschen wollen unbedingt arbeiten und die Unternehmen suchen händeringend nach Fachkräften. Weiterhin hält es die Abgeordnete für umso unverständlicher, dass gerade jetzt - wo die Sozialpolitik gefordert ist, Perspektiven für Geflüchtete zu schaffen - das Schwerpunktthema Arbeitsmarktpolitik von der Landesregierung aus dem Sozialministerium in das Wirtschaftsministerium verlagert wurde.

„Arbeitsmarktpolitik ist für mich ein soziales Thema. Ob Übergang von SGB II in SGB III, die lebenslange Weiterqualifizierung oder die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Arbeitsmarktpolitik ist Sozialpolitik. Hier steht die Politik in der Verantwortung, sich entsprechend um Arbeitssuchende zu kümmern und Unterstützung zu bieten. Menschen sind kein Humankapital, welches sich zurechtformen lässt.“, betont Sabine Wölfle.

Häufig sind es bürokratische Hürden und abstruse Verordnungen, die  sich für arbeitssuchende Menschen als erhebliche Hürden entpuppen. So werden beispielsweise Gambianer, die eine Duldung haben, in Mangelberufen eine Ausbildung absolvieren, Deutsch lernen und ihr eigenes Geld verdienen, abgeschoben. Häufig sogar aus der Berufsschule heraus. „Das ist keine nachhaltige Arbeitsmarktpolitik, das ist einfach nur unvernünftig.“, so Wölfle

Auch Ramm plädiert für die Entbürokratisierung der Verfahren: „Ein Einwanderungsgesetz würde einiges vereinfachen“.

Auch wenn sich im südbadischen Raum die Arbeitsmarktpolitik vorbildlich entwickelt, bleibt abzuwarten, wie die grün-schwarze Landesregierung das Thema Arbeitslosigkeit und Integration von Flüchtlingen in Angriff nehmen will.  Vor allem die Potentiale der gestuften Ausbildung und der Teilzeitausbildung sind noch nicht vollkommen ausgeschöpft. „Bedauerlicherweise scheint die Landesregierung das Thema Arbeitsmarktpolitik nicht zur Chefsache ernannt zu haben. Es bleibt Interessant abzuwarten, wie sich der Arbeitsmarkt unter grün-schwarz entwickelt.“, so Wölfle.

 

Meine Stimme für Vernunft

Meine Stimme für Vernunft

Facebook

Newsletter

Die Woche einer Landtagsabgeordneten

SPD-Landtagsfraktion

Counter

Besucher:61856
Heute:30
Online:1