Wölfle und Bentele besuchen die Waldorfschule in Emmendingen

04.02.16

Auf Einladung der SPD-Landtagsabgeordneten Sabine Wölfle besuchte die ehemalige mehrfache Paralympicssiegerin und jetzige Bundesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung, Verena Bentele, die Waldorfschule in Emmendingen.

Zu Beginn wurde den beiden Politikerinnen von Schülern ein alemannisches Gedicht vorgetragen, danach durften sie den Gast aus Berlin befragen. Doch auch Bentele nutzte die Gelegenheit zu Fragen an die Schülerinnen und Schüler. So erkundigte sie sich, wie der inklusive Unterricht für die Kinder ist. Es erstaunte dann nicht, dass die Inklusion völlige Normalität im Alltag der Schule ist. Die Schüler interessieren sich nicht dafür, ob jemand eine Behinderung hat oder nicht, sie sehen nur den Menschen. Ähnliches bekräftigten auch die Vertreterinnen der SMV.

Seit der Abschaffung der Sonderschulpflicht durch die grün-rote Landesregierung kann die Waldorfschule nun alle Schüler mit den unterschiedlichsten Bedarfen beschulen. Dabei sorgen in der Klasse Heilpädagogen und Lehrer für den reibungslosen Unterricht. Die Lehrkräfte bleiben auch acht Jahre lang in der Klasse tätig und bauen so eine intensive Beziehung auf. Auf Wölfles Frage, wie das für die Schüler sei, sagte ein Mädchen augenzwinkernd: „Die Eltern kann man sich auch nicht aussuchen“.

Geschäftsführer Michael Löser begrüßte, dass die Landesregierung die Privatschulzuschüsse auf 79 Prozent erhöht hat. Damit jedoch auch Eltern mit kleinerem Geldbeutel ihre Kinder in seine Schule schicken können, würde er eine weitere Finanzierungslösung begrüßen. Wölfle erklärte, dass man bei der Inklusion erst am Anfang sei. Man müsse sehen, von wo man vor fünf Jahren herkam und wo man jetzt steht. Verena Bentele ergänzte, dass die Berührungsängste kippen und sie guter Hoffnung sei, dass pädagogische Konzepte, wie in der Emmendinger Waldorfschule im Zuge der Differenzierung große Früchte für die Gesellschaft tragen werden.