Baden-Württemberg braucht Europa

24.02.16

Auf Einladung der SPD-Landtagsabgeordneten Sabine Wölfle und des SPD-Ortsvereins Denzlingen sprach Europaminister Peter Friedrich bei einem Mittagsgespräch über die Rolle Baden-Württembergs in Europa.

Friedrich ging darauf ein, dass Europa vor großen Herausforderungen stehe. Man dürfe allerdings all die Errungenschaften nicht vergessen, welche unser Leben besser gemacht haben. Baden-Württemberg mit seinen Landkreisen, besonders auch Emmendingen mit der Nähe zu Frankreich, profitieren von der EU. Die Freizügigkeit der Grenzen und Wirtschaft ist Basis einer guten Wirtschaft unseres Bundeslandes. „Europa versagt nicht sondern die Einzelstaaten, deren Egoismus unserer europäischen Solidarität schadet“, so der Minister

Dem stimmte auch der Vorsitzende der Europa-Union im Landkreis, Bürgermeister Ernst Schilling, zu. Schilling appellierte für offene Grenzen und erklärte, dass unser Wohlstand auf Europa aufgebaut ist. Nach seiner Meinung müsse jedoch mehr für die Zukunft der Jugendlichen gemacht werden.

Sabine Wölfle ergänzte, dass man in Baden-Württemberg die Haushaltsmittel für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit verdoppelt habe. Die Sprachbarrieren sollen weiterhin mit aufbauendem Schulunterricht auf beiden Seiten abgebaut werden. Außerdem müsse über die verschiedenen Bewerbungsabläufe in Deutschland und Frankreich aufgeklärt werden. Während es bei uns freie Lehrstellen gibt, beträgt laut der Abgeordneten die Jugendarbeitslosigkeit im Elsass 20 Prozent.

Beide SPD-Politiker betonten, dass ein Europa der Nationalstaaten mit geschlossenen Grenzen unserer Wirtschaft und unserem Wohlstand schaden würden.