„Sozialpolitik darf nicht unter die Räder geraten!“

11.07.16

Die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Sabine Wölfle, traf sich zum Austausch mit dem DRK-Kreisgeschäftsführer Jochen Hilpert. Im Mittelpunkt der Diskussion standen dabei Auswirkungen der Sozialpolitik der Landesregierung im Landkreis Emmendingen und für das DRK.

Vor allem die Ankündigung der neuen Landesregierung, dass ein zentrales, landesweites Leitstellenkonzept entstehen soll und man die bisherigen Einrichtungen überprüfen möchte, wird von beiden kritisch gesehen. „Das dezentrale Leitstellenkonzept ist ein positives Beispiel für Subsidiarität. Es hat sich im Landkreis Emmendingen bestens bewährt, ist wirtschaftlich und effektiv“, so Kreisgeschäftsführer Hilpert. Auch bei der dringend notwendigen Finanzierung der Rettungsdienste will Grün-Schwarz eine Verbesserung lediglich überprüfen.

„Die Landesregierung hat leider nur wenig konkrete Aussagen, was sie plant und wo sie keinen Bedarf sieht.“ Bestehende gut funktionierende Strukturen sollte man nicht ohne Not verändern“, erklärte Sabine Wölfle.

Hilpert zeigte der Abgeordneten die aktuellen Entwicklungen der Tätigkeitsfelder des DRK im Kreisverband auf. Ein besonderes Augenmerk liege in der Unterstützung des Ehrenamtes, wie z.B. im Bevölkerungsschutz, dem Ausbau der Helfer-vor-Ort-Gruppen und dem Jugendrotkreuz. „Der Kreisverband mit seinen 25 Ortsvereinen, ca. 1000 Ehrenamtlichen und ca. 220 hauptberuflichen Mitarbeitenden lebt vom Engagement vieler. Damit dies in Zukunft auch möglich ist, verbessern wird stetig unsere Rahmenbedingungen im Ehrenamt, aber auch für unsere Mitarbeitenden der Sozial- und Gesundheitsberufe. Um dauerhafte Engpässe zu vermeiden, benötigen wir aber eine ebenfalls eine dauerhafte Offensive für diese Berufe in der Politik“, so Jochen Hilpert.