Sabine Wölfle im Gespräch mit Christian Ramm

08.09.16

Die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Sabine Wölfle, traf sich zum Austausch mit Christian Ramm, dem Leiter der Freiburger Bundesagentur für Arbeit.

Für Wölfle ist der Wechsel der Arbeitsmarktpolitik in das Wirtschaftsministerium der falsche Weg. „Arbeitspolitik ist auch Sozialpolitik und darf nicht ausschl. von der Wirtschaftsposition her gesehen werden“, so die SPD-Politikerin.

Wölfle wünscht sich, dass man wie in den vergangenen Jahren, einen Augenmerk auf die Situation von Langzeitarbeitslosen und Flüchtlingen wirft.  Themen, die schon lange bei der Agentur für Arbeit auf der Agenda stehen. So konnte Christian Ramm über eine ganze Bandbreite von Projekten und Programmen zur Arbeitsmarktintegration  in Südbaden berichten. Demnächst startet für die Kommunen im Landkreis Emmendingen auch die Programme Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen (FIM) und Einstiegsqualifizierung mit Sprachkurs. Durch beide Programme erhofft sich Ramm eine noch größere Arbeitsmarktintegration. Bereits jetzt gehört der Landkreis Emmendingen mit seiner Arbeitsmarktintegrationsquote zu den Vorreitern in diesem Bereich.

Gerüchte, dass aufgrund der Flüchtlingsintegration andere Bereiche benachteiligt werden, konnte Ramm widerlegen. „Das Geld für die Flüchtlingsintegration und für mehr Personal bekommen wir zusätzlich, es wird nichts eingespart“, so Ramm.

Als Beispiel konnte er ein eigens geschaffenes Programm für Langzeitarbeitslose nennen. Seit Mitte 2015 konnten landkreisweit fast 40 Menschen vermittelt werden (730 in Baden-Württemberg).

Als stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende wird Wölfle zu diesen Themen noch Berichtsanträge an die Landesregierung stellen. „Schwarz-Grün ist keine Regierung mit sozialen Schwerpunkten. Viele Menschen brauchen aber Hilfe um Chancen wahrnehmen zu können. Die SPD als soziales Korrektiv fehlt, das wird immer spürbarer“, so Wölfle.