Wölfle zur Wohnsituation im Landkreis Emmendingen

27.10.16

Freiburg ist Deutschlands teuerste Stadt zum Wohnen. Ein Umstand, der auch zur erhöhten Wohnanfrage im Landkreis Emmendingen sorgt. SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle hat sich in einer parlamentarischen Anfrage über die aktuelle Situation erkundigt.

Durchschnittlich kostet ein Quadratmeter zur Miete im Land 7,40 Euro. Im Landkreis zahlt man hingegen durchschnittlich 6,99 Euro. Es gibt bei den 24 Gemeinden allerdings große Unterschiede. Während in Biederbach lediglich 5,66 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden, sind es in Denzlingen 8,71 Euro. Mehr als den Landesschnitt pro Quadratmeter wird vor allem in Bahlingen, Denzlingen, Emmendingen, Kenzingen, Vörstetten, Waldkirch und Weisweil fällig.

Mit der Mietpreisbremse hofft die Landesregierung vor allem auf eine verbesserte Situation in Emmendingen, Denzlingen, Teningen und Waldkirch. Um weiteren mietpreisgünstigen Wohnraum zu schaffen, möchte die Regierung zudem das Bewilligungsvolumen der Wohnraumförderung im Jahr 2017 aufstocken. Trotz der erhöhten Wohnnachfrage wird die die Landesregierung weiterhin am Fernziel der „Netto-Null“ beim Flächenverbrauch festhalten. Die Modernisierung und Aktivierung von Flächen und leerstehenden Immobilien soll dafür ein Förderschwerpunkt bei Landesprogrammen werden.

„Die Landesregierung setzt bei den Antworten auf den Wohnungsmangel vor allem auf Fortsetzungen von langfristig angelegten SPD-Initiativen. Es fehlt mir an konkreten Ideen, um sofort aktiv zu werden. Hierfür werden wir weitere konstruktive Vorschläge zur überparteilichen Zusammenarbeit anbieten. Wir müssen gemeinsam für eine Entlastung sorgen! Das Land muss mehr Anstrengungen unternehmen, um die Kommunen bei der Schaffung von Wohnraum zu unterstützen“, fordert die stellv. Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Sabine Wölfle.