Sabine Wölfle unterstützt Schulen in freier Trägerschaft im Landkreis Emmendingen und fordert eine nachhaltige Privatschulfinanzierung

17.03.17

Die stellv. Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und Landtagsabgeordnete, Sabine Wölfle, unterstützt seit Jahren die Schulen in freier Trägerschaft im Landkreis Emmendingen und fordert die grün-schwarze Landesregierung auf, ihre Wahlversprechen einzuhalten und die Zielmarke von 80 Prozent bei der Kostenerstattung für die freien Schulen endlich zu erreichen und zwar ohne Hintertüren.

„Die Schulen in freier Trägerschaft bereichern unsere vielfältige Schullandschaft und schaffen ein zusätzliches Angebot für Kinder und Jugendliche, die eventuell mit anderweitigen pädagogischen Konzepten besser lernen können.“, so die stv. Fraktionsvorsitzende. Gemeinsam mit Vertretern der freien Schulen in Emmendingen, beteiligte sich Sabine Wölfle MdL an  der großen Kundgebung der Privatschulen am vergangenen Donnerstag auf dem Stuttgarter Schlossplatz mit über 11.000 Teilnehmer*innen.

Im Vorfeld der geplanten Demo in Stuttgart besuchte Wölfle das Maturanahaus in Emmendingen, eine Schule, die einen montessorischen Ansatz verfolgt. Der Verwaltungsvorstand Benjamin Herre betonte bei dieser Gelegenheit die Notwendigkeit der gesetzlichen Verankerung der Zielmarke von 80 Prozent bei der Privatschulfinanzierung, um den reibungslosen Lehrbetrieb gewährleisten zu können, kritisierte jedoch, dass die Landesregierung an den Ausgleichsanspruch für nicht erhobenes Schulgeld Bedingungen stellt, die schwer einzuhalten sein werden.

Auch der Geschäftsführer der Freien Walddorfschule Emmendingen, Michael Löser, zeigte sich unzufrieden über die derzeitigen Verhandlungen zur Privatschulfinanzierung: „Mehr als 11.000 Teilnehmer sind Ausdruck dafür, dass die Verhandlungen noch nicht zufriedenstellend abgeschlossen sind.“, so der Pädagoge.

In einem weiteren Gespräch mit dem Oberstudiendirektor Eberhard Pfister, Gesamtleiter der Heimschule St. Landolin in Ettenheim, wurde deutlich, dass man auch hier auf  eine nachhaltige Privatschulfinanzierung hofft.

Herre, Löser und Pfister zeigen sich zwar zufrieden mit den angekündigten 80 % Kostenübernahme und der von Ministerin Eisenmann angekündigten gesetzlichen Verankerung, sehen jedoch große Probleme, den Anteil von 10 %  der laufenden Kosten eines staatlichen Schülers aufbringen zu müssen. Vor allem vor dem Hintergrund

von Inklusion und Ganztagesangebote brauchen die Schulen neben der Verlässlichkeit der Finanzierung auch genügend „Bordmittel“, ohne die Elternbeiträge ständig anheben zu müssen.

„Die Freien Schulen müssen alle laufenden Kosten, einschließlich der Schulgründungskosten, selber aufbringen, da ist kein Schulträger der z.B. die Gebäude unterhält. Die Schulen müssen Rücklagen bilden können“ so Wölfle. Das Ansinnen der Landesregierung, die Schulen können ja für bestimmte Bildungsangebote Gebühren verlangen, ist weder für Sabine Wölfle noch für die genannten Schulleiter einer Alternative.