Sabine Wölfle MdL und Sascha Binder MdL zu Besuch bei der Bergwacht Schwarzwald

01.01.18

Aufgrund des massiven Sanierungsstaus bei den Bergrettungseinrichtungen der Bergwacht und den steigenden Anschaffungskosten von Rettungsfahrzeugen- und material, hatte die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle bereits im Oktober durch eine parlamentarische Anfrage auf die Situation dieses so wichtigen Rettungsdienstes aufmerksam gemacht. Im Zuge der aktuellen Haushaltsverhandlungen hat die SPD-Landtagsfraktion nun einen Änderungsantrag eingebracht, der eine Mittelerhöhung für die Bergwacht von über 1,2 Millionen Euro vorsieht und der Sanierung der Bergrettungseinrichtungen zugutekommen soll.

Um über die aktuelle Situation der Bergwacht aufgeklärt zu werden und die Finanzierungsprobleme der Bergwacht zu thematisieren, trafen sich auf Einladung der Landtagsabgeordneten Sabine Wölfle der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Sascha Binder, mit den Vertreter*innen der Bergwacht Schwarzwald in Waldkirch. Der Landesgeschäftsführer des Bergrettungsdienstes, Lutz Volker Scherer, skizzierte den Aufbau der Organisation und die damit verbundene Zunahme an Aufgaben, die aufgrund mangelnder Personalstellen auf die Ehrenamtlichen abgewälzt werden müssen. Die Bergwacht Schwarzwald verantwortet mit über 1500 Mitgliedern, die sich in über 23 Ortsgruppen organisieren, den gesamten Rettungsdienst im unwegsamen Gelände im Schwarzwald.

Im Gespräch wurde deutlich, dass die aktuellen Ausgaben und Aufgaben der Bergwacht ohne den Einsatz von Drittmitteln und dem unermüdlichen Einsatz der Helferinnen und Helfer, die gelegentlich auch auf kreative Lösungen zurückgreifen müssen, niemals zu stemmen wäre. Nichtsdestotrotz setzt die Bergwacht weiterhin auf hohe Qualitätsstandards und eine intensive und komplexe Ausbildung ihrer Bergretter. Die Statistiken geben ihnen Recht; die Einsatzzahlen der Bergwacht Schwarzwald haben sich seit den 90ern versiebenfacht.

„Die Bergwacht agiert im Auftrag des Landes Baden-Württemberg. Daraus lässt sich eine gegenseitige Verantwortung ableiten, deren wir uns als SPD-Landtagsfraktion sehr wohl bewusst sind. Wir werden uns weiterhin für die Menschen einsetzen, die abseits der Straße ehrenamtlich Leben retten. Hierzu gehört auch eine nachhaltige Finanzierung und die Ausstattung mit guten Rettungsmitteln“, so Wölfle.