Sabine Wölfle zu Besuch in der BDH-Klinik in Elzach – „Wir blicken sehr positiv in die Zukunft“

Wie kann und muss moderne Pflege aussehen? Dieser Frage geht die Sozialpolitikerin und SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle für das neue Pflegekonzept der SPD-Landtagsfraktion nach. Im Zuge dessen und in Verbindung mit der anstehenden Übernahme des Bruder-Klaus-Krankenhauses durch die BDH-Klinik, tauschte sich die SPD-Landtagsabgeordnete mit dem Geschäftsführer der BDH-Klinik, Daniel Charlton, und dem ärztlichen Direktor der BDH-Klinik, Prof. Dr. med. Claus-W. Wallesch, aus.

Das Pflegekonzept in der BDH-Klinik unterscheide sich im Wesentlichen durch den aktivierenden und therapeutischen Ansatz. Ziel ist es, dass die Patienten ihre Selbstständigkeit weitestgehend wiedererlangen. Doch gerade die Anschlusspflege bereite den Einrichtungen Kopfzerbrechen. Patienten, die nicht mehr akut stationär behandlungspflichtig sind, müssen in eine Anschlusspflege. Doch die Plätze sind rar. „Manchmal müssen wir für unsere Patienten Pflegeplätze bis nach Rheinland-Pfalz anfragen. Es fehlen einfach geeignete Pflegeplätze“, so Prof. Wallesch. Abhilfe erhoffe man sich durch Besserungen in der allgemeinen Situation der Pflege. „Wir können hier an verschiedenen Stellschrauben drehen. Die Bezahlung ist hierbei eines der kleineren Probleme. Diese ist bei uns in Südbaden im Vergleich zu anderen Berufsgruppen sogar gut. Doch gerade der Stress und der Schichtdienst erschweren die Situation“, so Wölfle. Doch einen Wandel des Pflegeberufes erhoffe man sich auch durch die Akademisierung. In der Pflege brauche es Diversitäten. Für manche Aufgaben werden Fachkräfte mit Masterabschluss benötigt und andere Aufgaben könnten gut delegiert werden, so der Konsens der Gesprächsteilnehmer*innen.

In Bezug auf das Waldkircher Bruder-Klaus-Krankenhaus sei man sehr optimistisch. „Die Übernahme wird planmäßig zum ersten April erfolgen und das BKK wird dann auch weiterhin als Akutkrankenhaus betrieben werden können. Jetzt liegt es an allen Gesundheitsakteuren im Tal ihren Worten auch Taten folgen zu lassen“, so Klinikchef Charlton und spielt damit auf die große Solidaritätswelle für das Bruder-Klaus-Krankenhaus im vergangene Jahr an. „Ich freue mich sehr, dass ein gemeinnütziger und progressiver Träger wie der BDH das Bruder-Klaus-Krankenhaus übernehmen wird. Das ist ein Gewinn für die Region und die Menschen im Tal“, resümiert Wölfle.