Sabine Wölfle MdL zu Besuch in der kirchlichen Sozialstation St. Elisabeth

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Im Zuge der Entwicklung des Pflegekonzeptes der SPD-Landtagsfraktion besucht die Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle als sozialpolitische Sprecherin ihrer Fraktion Pflegedienste, Betreuungseinrichtungen und Sozialstationen im ganzen Land. Um sich auch vor Ort über die Herausforderungen der ambulanten Altenpflege ein Bild zu machen, tauschte sich Wölfle mit Vertreterinnen und Vertreter der kirchlichen Sozialstation St. Elisabeth in Waldkirch aus.

„Menschen werden immer älter und zeitgleich steigt die Anzahl derjenigen, die im häuslichen Umfeld versorgt und gepflegt werden wollen“, so die Geschäftsführerin der Sozialstation, Petra Spaniol-Höfner. Der Schwerpunkt in der ambulanten Pflege liegt vor allem darin, ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Ein großer Bedarf bestehe an Nachwuchskräften. Zwar könne St. Elisabeth durch attraktive Tarifverträge und Mitarbeiterleistungen punkten, doch Pflegekräfte seien überall gefragt. „Die Verweildauer von jüngeren Menschen im Pflegeberuf ist im Vergleich zu der Generation der Babyboomer kürzer, ob mit der neuen generalistischen Ausbildung und der vorgesehenen Spezialisierung der Pflegeberuf wieder attraktiver wird, bleibt abzuwarten“, gibt die Pflegedienstleiterin Jolanthe Reis zu bedenken. Dass in Zukunft Altenpfleger*innen und Krankenpfleger*innen gemeinsam ausgebildet werden sollen, sehen die Experten mit gemischten Gefühlen.

Einigkeit bestehe bei der Frage der besseren Vernetzung von Kassen, hausärztlichen Versorgungsstrukturen und Pflegedienstleistern. „Es gibt einen großen Bedarf auch im Vorfeld der Pflege tätig zu werden. Pflege ist nicht mehr das reine Versorgen eines Menschen. Es geht heute mehr als früher um die Betreuung und Unterstützung auch von vereinsamten Patient*innen. Hier leistet der ambulante Pflegedienst herausragende Arbeit. Für viele Menschen sind die mobilen Pflegerinnen und Pfleger Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe“, so Wölfle, die in der vergangenen Legislatur ihre Fraktion in der Pflege-Enquete des Landes vertreten hat und in der vergangenen Woche ein Papier zur Zukunft der Pflege vorgestellt hat (einzusehen auf der Internetseite www.sabine-woelfle.de). „Die Herausforderungen der Pflege braucht Engagement in Bund und Land. Auf Bundesebene passiert hier aktuell sehr viel, auf Landesebene leider nur Modellprojekte und damit nicht mit ausreichend Nachhaltigkeit. Wir müssen mehr in die Strukturen investieren und ein möglichst langes Verbleiben in der eigenen Häuslichkeit mit allen nur denkbaren Hilfsstrukturen ermöglichen“, so Wölfle.