Sascha Binder MdL und Sabine Wölfle MdL Zu Besuch im DRK-Emmendingen

Auf Einladung der Landtagsabgeordneten Sabine Wölfle war der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Sascha Binder MdL, zu Gast im Kreis Emmendingen. Im Rahmen seines Besuches legten die beiden Abgeordneten einen Schwerpunkt auf das Thema Rettungsdienst und tauschten sich mit Vertreterinnen und Vertreter des Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes im Landkreis Emmendingen aus.

Aktuell dominiere vor allem das Thema „Hilfsfristen“ die politische Debatte. Unter der Hilfsfrist wird die gesetzlich festgeschriebene Zeit verstanden, die maximal vergehen darf, bis der Rettungsdienst eingetroffen ist. In Baden-Württemberg sind dies 15 Minuten. Im Landkreis Emmendingen können die Zeiten größtenteils eingehalten werden, obgleich auch hier diskutiert wird, ob diese Fristen überhaupt als Messinstrument geeignet sind. Ausschlaggebend sei in der Notfallversorgung der Zeitraum vom Unfall bis zur medizinisch sinnvollen und richtigen klinischen Anschlussbehandlung. Sascha Binder merkte an, dass das Thema immer wieder im Innenausschuss diskutiert worden ist, doch eine sinnvolle Alternative hätte man bis dato nicht finden können.

Nachwuchsprobleme habe der Kreisverband derweilen keine. Das Gegenteil sei der Fall. „Wir sind sehr zufrieden mit unseren Auszubildenden und angehenden Notfallsanitätern“, betonte Kreisgeschäftsführer Alexander Breisacher. Der Beruf erfreue sich großer Beliebtheit. Das gesellschaftliche Prestige, die sinnstiftende Tätigkeit und der Tarifvertrag des DRK lockten viele Bewerberinnen und Bewerber. Sabine Wölfle – selbst Landesvorsitzende des Arbeiter-Samariter-Bundes – weiß um die Herausforderungen im Rettungsdienst. „Umso mehr freut es mich, dass wir mit dem DRK-Emmendingen einen so professionell aufgestellten Rettungsdienst im Landkreis haben“, so Wölfle. Einigkeit bestand bei den Gesprächsteilnehmer*innen zudem in der Frage nach der Notwendigkeit der integrierten Leitstelle in Emmendingen. Die Arbeit sei „vorbildhaft“ und die Versorgung dadurch qualitativ hochwertiger als in vielen größeren Leitstellen. Dies sei unter anderem den Ortskenntnissen der Disponent*innen und dem multiprofessionellen Team zu verdanken.