„Wohnen als Grundrecht verstehen“ – Wohnraumexperte Daniel Born MdL zu Gast bei der SPD-Denzlingen

„Bezahlbarer Wohnraum – aber wie?“. Unter diesem Titel hatten die Denzlinger Genossinnen und Genossen zu einer Abendveranstaltung mit dem wohnungspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Daniel Born MdL, geladen. 30 Leute waren gekommen, um sich mit dem großen Thema Wohnen näher zu befassen. Die kontroverse Debatte traf einen Nerv. „Wohnraum sei einer der sozialsten Fragen  des 21. Jahrhunderts“, fasste die Initiatorin der Veranstaltung und Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle das Thema zusammen. Vor allem die Denzlinger Kommunalpolitiker sehen daher auch die Politik in der Verantwortung. „Wir haben als Denzlinger SPD-Fraktion gegen den Haushalt gestimmt, da die Stadt partout nicht einsehen will, dass bezahlbarer Wohnraum auch eine kommunale Aufgabe ist“, so die Vorsitzende der Denzlinger SPD-Fraktion, Elfriede Behnke. So wünscht sich auch Gemeinderat Jochen Himpele, dass die Schaffung von Wohnraum zu einer kommunalen Pflichtaufgabe wird.

Daniel Born lobte das Engagement und die klare Haltung der Denzlinger SPD. Er beobachte ähnliche Phänomene auch auf Landesebene. „Eine ausreichende und angemessene Wohnraumversorgung ist ein wesentlicher Baustein, damit sich alle Menschen in Baden- Württemberg zu Hause fühlen können“, so Born. Eine gerechte, nachhaltige und demografiefeste Wohnungspolitik sei darum auch als aktive Sozialpolitik zu verstehen. Dem pflichtete auch Sabine Wölfle bei und fordert mehr Geld für die Landeswohnraumförderung. „Es wird immer deutlicher, dass das Land eine aktivere Rolle in der Schaffung von Wohnraum einnehmen muss“,  so Wölfle. Daher fordere die SPD-Landtagsfraktion die Neugründung einer landeseigenen Gesellschaft: BWohnen – die Landesentwicklungsgesellschaft für Wohnungsbau und Quartiersentwicklung in Baden-Württemberg. Ob und inwieweit diese Forderung aus der Opposition heraus realisiert werden könne, bleibt jedoch abzuwarten.