Sabine Wölfle MdL zu Besuch bei Bürgermeister Dr. Jürgen Louis – „Ökologischen Flutungen sind keine Option für die Region“

Am vergangenen Sonntag versammelten sich über 1.000 Bürgerinnen und Bürger in Weisweil, um gegen die von dem grünen Umweltministerium geforderten „ökologischen“ Flutungen zu demonstrieren. Bei den ökologischen Flutungen handelt es sich um ein Verfahren zum Hochwasserschutz, bei dem in regelmäßigen Abständen die Wälder am Rhein geflutet werden sollen. Diese von der grün-schwarzen Landesregierung gewolltes Verfahren hätte eine dauerhafte Umwandlung des Ökosystems zur Folge. Die Besonderheit in der Raumschaft ist jedoch, dass in den betroffenen Gebieten bereits sogenannte Schluten vorhanden sind und eine ökologische Flutung daher nicht zwingend notwendig wäre. Für diese sogenannte Schlutenlösung haben sich die Gemeinden Weisweil, Rheinhausen, Whyl und Sasbach einstimmig ausgesprochen. Ebenfalls die Bürgerinitiativen und rund 7.700 betroffene Bürger*innen, im Rahmen einer Unterschriftensammlung an den Umweltminister.

Alle demokratischen Parteien bis auf die Grünen haben sich für die Schlutenlösung ausgesprochen. Dies sei im Interesse des Artenschutz, der Anwohner*innen und der Region. Auch die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle hatte sich früh gegen die ökologischen Flutungen ausgesprochen. In dem gemeinsamen Gespräch mit Bürgermeister Dr. Jürgen Louis ging es daher auch um den Etikettenschwindel im Kontext dieser vermeintlich „ökologischen“ Flutungen. „Ich verstehe nicht, was an der Flutung unserer Flora und Fauna ökologisch sein soll. Wir haben daher der Landesregierung und dem Regierungspräsidium vorgeschlagen, erstmal fünf Jahre die Schlutenlösung auszuprobieren. Nach den ersten mündlichen Zusagen brauchen wir jetzt Rechtssicherheit“, so der Rheinhausener Bürgermeister Jürgen Louis. „Dazu gehört auch die verbindliche Erklärung des Landes, dass nach einer positiven Erprobung der Schlutenlösung diese dauerhaft an die Stelle der ökologischen Flutungen tritt“, so Louis weiter. Sabine Wölfle vermisst derweilen politisches Handeln. „Der grüne Umweltminister könnte ohne größeren Aufwand eine entsprechende Schlutenlösung mit beantragen. Allerdings scheint dies politisch nicht gewollt. Ich appelliere daher an den Minister und die Regierungspräsidentin, im Interesse der Menschen in der Region zu handeln. Auch der grüne hiesige MdL Alexander Schoch  könnte  vermittelnd auftreten – stattdessen vertritt er die Position des Umweltministeriums zu 100%, gegen die Interessen der Menschen in den betroffenen Gemeinden.

Louis und Wölfle fordern schnellstmöglich eine rechtsverbindliche Zusage von den entsprechenden Behörden, dass in der Raumschaft die Schlutenlösung erprobt wird. „Ökologischen Flutungen sind keine Option für die Region“, so Louis und Wölfle.