„Kreative Lösungen sind gefragt“ – SPD-Landtagsabgeordnete Wölfle besuchte Esther-Weber-Schule in Emmendingen-Wasser

SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle un Heiderose Rübling (Direktorin Esther-Weber-Schule, rechts).

 

Die schrittweise Öffnung der baden-württembergischen Schulen stellt Bildungseinrichtungen im ganzen Land vor enorme Herausforderungen. Insbesondere die Schulen für Kinder mit besonderem Förderbedarf sind bemüht die Hygienevorschriften in ihren Schulbetrieb zu integrieren. Um sich einen Überblick über die Gegebenheiten vor Ort zu verschaffen, besuchte die behindertenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion und Emmendinger Landtagsabgeordneten Sabine Wölfle die Esther-Weber-Schule in Wasser. Die Esther-Weber-Schule ist ein sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit Internat mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung.

Die Direktorin der Schule, Heiderose Rübling, führte Wölfle in das von der Schule in enger Abstimmung mit dem Uniklinikum eigens entwickelte Hygienekonzept ein. Dieses sieht u.a. Mindestabstände von mindestens 1,5 Meter, die Halbierung des Klassenteilers, das Anbieten Notbetreuung sowie umfangreiche Schutzausrüstung für Mitarbeiter*innen vor. Vermissen tun die Verantwortlichen derweilen eine frühzeitige und vorlaufende Unterstützung des Trägers bzw. des Landes: „Wir haben unser Konzept gemeinsam mit den Abteilungsleitungen in Eigenregie entwickelt. Die Informationen aus dem Kultusministerium erreichen uns nur mit Verzögerung, sodass wir eigentlich bereits fertige Konzepte ausgearbeitet haben, um den einen Notbetrieb gewährleisten zu können“, so Schulleiterin Rübling. Wölfle wünsche sich zudem eine stärkere Fokussierung auf die besondere Zielgruppe. „Hier werden Kinder mit ganz besonderem Förderbedarf unterrichtet. Viele Eltern sind bereits an ihrer Belastungsgrenze, weshalb es unerlässlich ist, dass wir hier für Lehrer*innen, Eltern und Schüler*innen klare Verhältnisse schaffen“, mahnt Wölfle.

Auch wenn der Schulbetrieb sich aktuell auf eine Notbetreuung beschränke, so sei man in Wasser gut vorbereitet und finde kreative und pragmatische Lösungen für die Ausnahmesituation. „Die Esther-Weber-Schule hat definitiv Vorbildcharakter und zeigt auf, wie die Beschulung von Kindern mit Behinderung auch unter Corona gelingen kann. Dies ist vor allem der tollen Arbeit der Lehrkräfte, Sonderpädagog*innen und namentlich dem Engagement der Schulleitung zu verdanken. Wenn Kultusministerin Eisenmann schon nicht in der Lage ist, ihren Job richtig zu machen, so wäre sie gut beraten, auf die Erfahrungswerte der Schulen zurückzugreifen, die ihre Hausaufgaben bereits erledigt haben“, resümiert die Landtagsabgeordnete Wölfle.