Sabine Wölfle: „Kita-Öffnung nur, wenn Teststrategie umgesetzt ist!“

Die sozial- und inklusionspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Sabine Wölfle kann sich angesichts der stark gesunkenen Inzidenzen in einigen Landkreisen eine vorsichtige und schrittweise Öffnung der Kitas im Land vorstellen. Dies aber nur, wenn Voraussetzungen erfüllt sind, die hinsichtlich des vorsorgenden Infektionsschutzes verantwortbar sind. Hierzu gehört zentral eine Teststrategie des Landes, die bis dahin auch wirklich umgesetzt sein muss: „Jeder Erzieherin und jedem Erzieher im Land muss klar sein, in welcher Arztpraxis oder Apotheke zu welchen Zeiten getestet werden kann. Es muss sichergestellt sein, dass genügend Tests zur Verfügung stehen und jeder zügig zu seinem Test kommt. Ein Organisations-Desaster wie bei der Impfhotline darf es nicht geben!“

Auch Selbsttests für das Kitapersonal könnten ein probates Mittel sein, um den Infektionsschutz an Kitas zu erhöhen. Dafür brauche es aber Schulungen für die Erzieherinnen und Erzieher mit ausreichend zeitlichem Vorlauf, so Wölfle: „Die Kita-Teststrategie muss sitzen. Und zwar nicht erst am Tag, wenn die Kitas wieder flächendeckend öffnen. Wie das gelingen soll, sehe ich mit Blick auf die bisherige Krisen-Performance der beiden beteiligten Minister nicht.“

Aus Sicht der SPD, kann es keine Kita-Öffnungen geben, solange die Teststrategie nicht flächendeckend umgesetzt ist. „Das wäre sonst auch mit Blick auf die Gefahr durch die Virus-Mutanten nicht zu verantworten.“

Vergangene Woche hatte die SPD zahlreiche Akteure aus dem Bereich der frühkindlichen Bildung an einen virtuellen runden Tisch gebracht. Der einhellige Wunsch der Teilnehmer: Klare Rahmenbedingungen des Landes unter Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten: „Bis zur erneuten Öffnung muss an zahlreichen weiteren Handlungsfeldern wie einem Raumkonzept, einem Kommunikationskonzept oder der Personalgewinnung gearbeitet werden, damit ein stabiler Kitabetrieb bei sich verändernden Inzidenzzahlen möglich ist“, so Wölfle.