Sabine Wölfle: „Das Land ist nicht auf die heiße Impfphase vorbereitet.“

Die sozialpolitische Sprecherin und stellvertretende SPD-Landtagsfraktionsvorsitzende in Baden-Württemberg, Sabine Wölfle, sieht die Landesregierung mit Blick auf die nächste Impfphase unzureichend vorbereitet. Wölfle fordert daher, dass das Land noch in der nächsten Woche den Startschuss für das Impfen in den ersten Hausarztpraxen setzt.

„Nach den bisherigen Engpässen wird sich die Impfsituation zum großen Glück bald grundsätzlich ändern. Dann ist nicht mehr die Beschaffung der Impfdosen die Herausforderung, sondern die Verteilung die vorhandenen Vakzine. Einen erneuten Impfstau dürfen wir uns nicht leisten!“

„Um möglichst schnell viele Menschen impfen zu können und breit in die Fläche zu kommen, müssen Baden-Württembergs Ärzte bald starten können. Damit dies in der Fläche auch reibungslos läuft, wenn es so richtig losgeht, braucht es nun erste Erfahrungen bei Hausärzten. Wir können entweder wieder einmal anderen Bundesländern hinterherlaufen, die solche Projekte schon durchführen oder aber selber tätig werden und mögliche Probleme schon im Vorfeld abstellen.“

„Die Landesregierung sollte Impfungen in ausgewählten Hausarztpraxen, etwa fernab der Impfzentren, zulassen. Zudem müssten die rechtlichen und logistischen Voraussetzungen dafür jetzt geschaffen werden. Das erspart auch den jetzt Impfberechtigten lange Wege. Des Weiteren können Transportwege, Abstimmung und Ablauf eingeübt werden und später auf das gesamte System im Land übertragen werden.“

„Sind wir ehrlich: Im Kampf gegen das Virus steht es nach Kretschmanns Fußballmetapher nicht mehr 3:2 für uns, sondern 3:3. Durch den erneuten Anstieg der Infektionszahlen und die zunehmende Verbreitung der Mutante geht es in die Verlängerung. Das Problem? Es wurde bisher keine Taktik für die Verlängerung vorbereitet.“