Sabine Wölfle: „Zuversicht und Mut zurückgeben“

Die SPD im Landtag von Baden-Württemberg setzt sich angesichts der großen Belastungen in der Corona-Zeit für eine bessere Unterstützung von Schulkindern im Land ein.

Stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sozialpolitische Sprecherin Sabine Wölfle: „Nach der letzten großen Krise 2008 wurden Milliarden zur Rettung der Banken ausgegeben. Die großen Verlierer der Corona-Krise sind, neben den vielen Betrieben und Kulturschaffenden, unsere Kinder. Deshalb braucht es einen Schutzschirm für unsere Schülerinnen und Schüler!“

Aus Sicht der Landes-SPD müssen die kommenden Schuljahre von massiven Bildungsinvestitionen begleitet sein.

„Ich habe das Gefühl, dass unsere Kinder bei dieser Krise wieder und wieder vergessen wurden“, so die Abgeordnete.

Aus diesem Grund fordern die Sozialdemokraten sieben Maßnahmen, die ab dem Schuljahr 2021/22 die Corona-Versäumnisse kompensieren sollen.

Um die Wissenslücken aus der Zeit des eingeschränkten Schulbetriebes zu schließen, braucht es mehr Personal an unseren Schulen. 1.000 zusätzliche Lehrerstellen und bis zu zwei Pädagogische Assistenten pro Schule ergeben 10.000 Unterstützungskräfte, die es in den nächsten Jahren dringend für unsere Schülerinnen und Schüler benötigt.

Um die Betreuung der in den vergangenen Monaten angeschafften digitalen Endgeräte sicherzustellen, sollen IT-Fachkräfte für jede Schule zur Verfügung stehen. Ein landesweiteres Lernunterstützungsprogramm im Umfang von 40 Millionen Euro kann bereits ab den Sommerferien für ein ausreichendes Angebot an Nachhilfe- und Brückenkursen sorgen. Die Verkleinerung des Klassenteilers an weiterführenden Schulen für das kommende Schuljahr und die Möglichkeit des freiwilligen Wiederholens, ohne dass dies angerechnet wird, soll Kindern mehr Zeit zum Lernen ermöglichen.

Darüber hinaus sollen Schulleitungen gestärkt, Lernpartnerschaften aufgebaut und Lernstandserhebungen in allen Klassenstufen durchgeführt werden.

„Wir werden zu Beginn des Schuljahres für alle Schülerinnen und Schüler erheben, wo sie stehen und welche Förderung sie jetzt brauchen. Diese Zeit müssen wir uns nehmen und sie ist gut investiert. Die Ergebnisse werden wir mit individuellen Fördermaßnahmen unterlegen und so den Leistungsdruck von Schülerinnen und Schülern sowie ihren Eltern nehmen. Wir wollen ihnen die Zuversicht und den Mut zurückgeben“, betont Wölfle.