Demo gegen Rechts, 3.10.2011, 13 Uhr, Kenzingen, Bahnhof

Veröffentlicht am 20.09.2011 in Jusos in Aktion

Am 03.10.2011 ist es wieder soweit, wir feiern den Tag der Deutschen Einheit. Leider hat uns das Jahr 2011 vor Augen geführt, dass noch längst nicht alles so vereint ist wie es sein sollte

Beispielhaft hierfür möchten wir 3 Punkte aufzählen.

2010 und Anfang dieses Jahres beherrschten die Diskussionen über Thilo Sarrazins völlig indiskutablen Thesen die deutsche Medienlandschaft. Und bekamen immer hin bei ca. 20% der Bevölkerung Zuspruch. Besonders von der CSU und Parteien, die noch mehr am rechten Rand fischen wurde Multikulti in Deutschland als gescheitert erklärt (Horst Seehofer: "Multikulti ist tot") - obwohl zuvor beim Fußball jeder Fan von diesem Mulikulti in Deutschland war. Die anlaufende Diskussion zeige, dass wir noch lange nicht das offene Deutschland sind, was wir uns vorstellten.

Für ein offenes Norwegen setzten sich auch viele Jungsozialistinnen und Jungsozialisten ein. Für diesen Einsatz wurden viele unserer Freundinnen und Freunde Opfer eines feigen Anschlages. Der Attentäter konnte über mehrere Jahre hinweg dieses schreckliche Verbrechen planen ohne aufgehalten zu werden. Als sich danach die Medien für das Thema Rechtsradikale im Internet interessierten, wurde deutlich, dass Rechtsradikale sich immer besser vernetzen und die Plattform als wirkungsvolle Propaganda nutzen.

Eine weitere Plattform für Rechtsradikale ist ein Landtag. In den Landtag von Mecklenburg- Vorpommern schaffte es leider die NPD wieder einzuziehen, obwohl sie mehrfach unter Beweis stellen konnte, dass sie nichts drauf hat, außer Volksverhetzung. Spitzenkandidat Udo Pastörs ist wohl das beste Beispiel, dass die NPD keine Partei ist, die sich für ein gemeinsames Deutschland einsetzt sondern für ein isoliertes Deutschland ohne Zukunft.

Auch die Wahl des Ortes Kenzingen ist nicht ohne Grund gefallen.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich am nördlichen Breisgau der Ku-Klux-Klan und andere Vereinigungen Rechtsradikaler treffen. Auch die NPD holte im nahe gelegten Wyhl am meisten Stimmen im Landkreis Emmendingen. Aus Wyhl kamen leider auch beiden Landtagskandidaten der NPD.

Die Jusos Emmendingen möchten ein Zeichen setzen!

Deutschland hat keinen Platz für Nazis! Wir wollen ein offenes Deutschland für alle!

Geh auf die Straße!

KENZINGEN 13 Uhr Treffpunkt Bahnhof

Redner sind unter anderem Sabine Wölfle und Julian Wiedmann (Vorsitzender Ver.di Jugend BW)

Jusos KV Emmendingen

 

Kommentare

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Demo gegen Rechts

Sehr geehrte Frau Kopp, es tut mir leid, wenn Sie die Demo als persönliche Beleidigung empfunden haben, jedoch fiel die Wahl nicht ohne Grund auf Kenzingen. Am Nördlichen Breisgau gibt es noch zu viele Nazis (nicht nur in Wyhl). Es liegen uns genug Informationen vor, dass im Untergrund auch noch eine Rechte Szene in Kenzingen vorhanden ist. Ein bisschen spiegelt das ja auch die kleine Gegendamo der Rechten wieder. Eine Demo in Wyhl wäre zudem verkehrstechnisch schwierig gewesen. Wären wir feige gewesen, wären nicht nicht an die Öffentlichkeit gegegangen. Leider kann ich aufgrund des Zeichenkontigent nichtausführlicher auf Ihre Fragen eingehen. Sollten noch welche bestehen, melden Sie sich bitte bei mir unter dem Kontaktformular auf www.jusosemmendingen.de. R.Pfaff Jusos Emmendingen

Autor: Raphael Pfaff, Datum: 05.10.2011, 09:51 Uhr


Demo gegen Rechts

Sehr geehrtes Jusos-Team, wenn aus Wyhl die meisten Stimmen für die NPD im Landkreis Emmendingen kamen, dann wäre doch Ihre Demo in besagtem Ort sinnvoller gewesen. Meine Familie und ich haben Ihre Demo bzw. die Parolen als persönlich Beleidung angesehen. Waren Sie zu feige diese Demo in Wyhl abzuhalten? Wir wohnen seit vielen Jahren in Kenzingen und hatten noch nie eine Bedrohung durch Rechtsradikale zu spüren bekommen. Keine Ahnung wo diese Personengruppe sich versteckt hält, aber über diese "Mini"-Demo müssen wir uns doch schon sehr wundern! Mit den besten Grüßen S.Kopp

Autor: Susanne Kopp, Datum: 04.10.2011, 15:44 Uhr


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