Land soll Sozialarbeiter*innen auch weiterhin fördern – Sabine Wölfle fordert bessere Finanzierung der Schulsozialarbeit

Veröffentlicht am 25.10.2019 in Landespolitik

Über 2.600 Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter verrichten an unseren Schulen im Land einen nicht mehr wegzudenkenden Dienst. Sie leisten Einzelfallhilfe im Schulalltag und im persönlichen Umfeld der Schülerinnen und Schüler, sie beraten Eltern und Kinder bei Schwierigkeiten und Konflikten, persönlichen Problemen, Mobbing, Drogen, Stalking im Internet, Vernachlässigung in der Familie oder zunehmender Gewalt unter Schülern und leider auch gegen Lehrkräfte – das sind nur einige der Themen, mit denen sich Schulsozialarbeiterinnen an unseren Schulen jeden Tag beschäftigen.

Erschwerend kommt hinzu, dass Sozialarbeiter*innen häufig Tätigkeiten übernehmen müssen, für die sie originär nicht zuständig sind: Sie springen in Lücken, die durch die unzureichende Lehrerversorgung entstehen; Vertretungen bei Krankheit, bei Besprechungen der Lehrer oder bei der Hausaufgabenbetreuung sind an der Tagesordnung. Schulsozialarbeit soll Lehrerinnen und Lehrer beraten und begleiten, wenn es um besondere pädagogische Fragestellungen geht, aber nicht ersetzen.

2012 hatte die grün-rote Landesregierung unter Federführung der damaligen SPD-Sozialministerin Katrin Altpeter die Drittelfinanzierung in der schulischen Sozialarbeit durchgesetzt.  Seither beteiligt sich das Land zu einem Drittel an den Kosten für Personalstellen von Sozialarbeiter*innen an Schulen. Diese pädagogisch wertvolle Arbeit soll nun leider beschnitten werden. Die Landesregierung reagiert nicht auf die Forderung der Kommunen nach einer Weiterführung einer angemessenen Drittelfinanzierung der Schulsozialarbeit. Die Finanzierung läuft bis Ende 2019 aus. Die Kommunen haben einstweilen weder Rechtssicherheit noch Finanzierungssicherheit bei der Schulsozialarbeit. Und das, wo gerade vielerorts die kommunalen Haushalte beraten und verabschiedet werden.

Die SPD hat daher im Sozialausschuss (Drucksache 16/6198) einen Antrag eingebracht, der das Land dazu auffordert, an der Drittelfinanzierung festzuhalten. Bedauerlicherweise wurde der SPD-Antrag von den Regierungsfraktion abgelehnt. Sabine Wölfle hat zugesagt, sich auch im Rahmen der anstehenden Haushaltsberatungen für eine angemessene Finanzierung einzusetzen.

 

Ankündigung

Online-Diskussionsveranstaltung zum Thema Prostitution:

Wie gut war die Liberalisierung des Prostitutionsgewerbes? Wie hilfreich wäre das nordische Modell? Sollte Prostitution und/oder Sexkauf generell verboten oder erlaubt sein?

Um über dieses Thema zu diskutieren haben wir folgende Gäste eingeladen:
Sonja Elser, Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen und Gründungsmitglied des Ostalb-Bündnisses gegen Menschenhandel und (Zwangs)Prostitution
Sabine Wölfle MdL, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion
Johannes Fechner MdB, rechtspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion

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