Mit Gleichstellung im Landkreis Ernst machen

Veröffentlicht am 21.11.2016 in Pressemitteilungen

SPD-Frauen fordern die Beteiligung des Landkreises an der Kontaktstelle Frau und Beruf und eine rasche Stellenbesetzung der Chancengleichheitsbeauftragten im Kreis.

Sie rufen die Frauen im Landkreis zur Teilnahme an der Kreistagsitzung am 28. November auf.

SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle plädiert dafür, der Gleichstellungspolitik im Landkreis endlich Struktur und Kontur zu geben: „Die Verwirklichung des Verfassungsgebotes der Gleichstellung von Frauen und Männer ist auch eine kommunale Aufgabe.“ Wölfle, die maßgeblich an der Ausweitung des Landesprogrammes „Kontaktstellen Frau und Beruf“ und der Ausweitung des Chancengleichheitsgesetzes mit finanzieller Beteiligung des Landes für den kommunalen Bereich als frauenpolitische Sprecherin beteiligt war, spricht sich erneut für die Kofinanzierung des Kreises an der Freiburger Stelle aus. Wölfle hatte sich bereits Mitte 2015 mit diesem Anliegen an den Landrat und die Fraktionen gewandt.

Pia Lach, Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion, die sich ebenfalls seit langem für die Beteiligung des Kreises an der Kontaktstelle ausspricht, bekräftigt diese Forderung. Vor der Abstimmung im Kreistag am 28.11. über einen entsprechenden Vorschlag der Kreisverwaltung verlangt Lach allerdings Auskunft, ob bei der vorgeschlagenen Reduzierung der Stelle der Chancengleichheitsbeauftragten diese ihre Aufgaben noch erfüllen könne. Immerhin, ergänzte SPD-Kreisrätin Marianne Wonnay, umfasse das Aufgabengebiet behördeninterne Hinwirkung auf Gleichberechtigung von Frauen, z.B. durch die Erstellung von Chancengleichheitsplänen, die Koordination der mit Gleichstellungsfragen befassten Personen und Organisationseinheiten bei den kreisangehörigen Gemeinden und die Frauenförderung und gesellschaftliche Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Bereichen. Insbesondere seien im Gesetz genannt Beruf, Bildung und Ausbildung, Familie, öffentliches Leben sowie soziale Sicherheit, dazu gehört auch das Thema „Gewalt gegen Frauen“ das durch die  aktuellen Delikte Frauen und Gemeinden schockiert.  Es sei offensichtlich, so Lach, dass die Kontaktstelle Frau und Beruf einen wichtigen Bereich an den externen Aufgaben abdecke, aber eben nicht den gesamten Umfang.

Barbara Schweizer, stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen im Landkreis (AsF), wies auch im Namen von Bettina Flamm vom IG-Metallfrauenausschuss auf die im Frühjahr gesammelten Unterschriften für die dauerhafte Beratung durch die Kontaktstelle Frau und Beruf im Landkreis hin. Mit Hunderten von Unterschriften sei das Anliegen eindrucksvoll unterstrichen worden. Die erste Sprechstunde im Kreis, die förmlich überrannt wurde, habe den Bedarf ebenfalls deutlich gemacht. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen im Kreis würden dauerhaft profitieren, z.B. von Vorschlägen zu familien- und  pflegegerechten Arbeitsbedingungen.

Die Zögerlichkeit des Landkreises sei auch im Hinblick auf den zukünftigen Mangel an Fachkräften unverständlich, beim Chancengleichheitsgesetz dürfe sich diese Halbherzigkeit nicht wiederholen, so Schweizer und Flamm übereinstimmend.

 

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