SPD-Abgeordnete fordern mehr Unterstützung für den Lachs in der Elz

Veröffentlicht am 14.12.2018 in Pressemitteilungen

Im Rahmen ihres Sommerprogramms haben die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle und der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner unter Führung des Fischbiologen Klaus Blasel mit interessierten Bürgerinnen und Bürger die Elz erkundigt. Immer wieder werden in der Elz Lachse gesichert. Diese können jedoch aufgrund von Barrieren durch die Wasserkraftwerke, die nicht immer über Fischaufstiegshilfen verfügen, nicht bis zu den Laichplätzen die Elz hinaufschwimmen. Für die Wiederansiedlung von sogenannten Langdistanz-Wanderfischeim (Bsp. Lachse) im Rheinsystem samt Nebenflüssen, müssten die Gewässer durchgängig gemacht werden - so auch die Elz.

Fechner und Wölfle sicherten zu, an dem Thema dranzubleiben und sich bei den zuständigen Stellen zu erkundigen. Eine parlamentarische Anfrage der Landtagsabgeordneten Wölfle liefert nun erste Antworten. Seit 2008 seien über 1,9 Millionen Euro in Maßnahmen zur Herstellung der Durchgängigkeit im Leopoldskanal, der Elz und der Wilden Gutach investiert worden. An 18 Bauwerken wurde die Durchgängigkeit durch Fischaufstiegsanlagen hergestellt, jedoch sind 30 Bauwerke noch immer nicht durchgängig. Somit kommen hier insbesondere große Wanderfische kaum durch. Dies sei aber für den Lachs unerlässlich, meint die Interessengemeinschaft Elz. „Die durchgängige Anbindung aller für den Lachs wichtigen Habitate ist eine unbedingte Voraussetzung für die Wiederansiedlung des Lachses im Elzsystem“, so die IG-Elz in einer Stellungnahme. Zwar liege momentan noch kein genauer Zeitplan zur Umsetzung der Maßnahmen für die Herstellung der Durchgängigkeit in der Elz vor, das Landratsamt Emmendingen hat jedoch bereits sieben Wasserkraftbetreiber angeschrieben mit der Aufforderung, Anträge zur Herstellung der Durchgängigkeit ihrer Wehre vorzulegen. Eine Initiative, die die IG-Elz begrüßt

Die Abgeordneten sehen in der Wiederansiedlung des Lachses und anderer Wanderfische einen Gewinn für die Region. „Wenn wir es ernst meinen mit dem Schutz unserer Umwelt und der Bewahrung der Artenvielfalt, dann müssen wir deutlich mehr in diesem Bereich tun. Das heißt für uns konkret, dass wir Maßnahmen im Bereich Artenschutz stärker finanzieren und aktive Umweltschützer stärker unterstützen müssen“, so die SPD-Abgeordneten Wölfle und Fechner.

 

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