„Tageseltern als Stütze der Kinderbetreuung" - Sabine Wölfle im Gespräch mit dem deutschen Kinderschutzbund

Veröffentlicht am 13.09.2019 in Pressemitteilungen

Viele Kinder werden nicht in Kindergärten oder -gruppen betreut, sondern bei sogenannten Tageseltern. Die Kindertagespflege hat formal denselben Förderungsauftrag wie eine reguläre Kindertageseinrichtung: die Bildung, Erziehung und Betreuung des Kindes. Tagesmütter und Tagesväter können Kinder im Haushalt der Eltern, im eigenen Haushalt oder in anderen geeigneten Räumen betreuen. Um sich einen Überblick über die aktuelle Situation zu machen, traf sich Sabine Wölfle mit Vertreter*innen des deutschen Kinderschutzbundes, betroffenen Tageseltern und des Tagesmüttervereins Denzlingen.  

Handlungsbedarf sehen die engagierten Tageseltern vor allem bei der Vergütung und den Rahmenbedingungen. Es fehle häufig an Kontinuität und man habe keine Gewissheit darüber, wie die Gruppengrößen sich zukünftig gestalten. Die individuellen Freiheiten sind demnach auch Herausforderungen. Unterschiedlich viele Kinder, die betreut werden müssen, unterschiedliche Abrechnungssysteme und die gesetzlichen Hürden machen die Suche nach Tageseltern nicht einfacher. „Wir freuen uns über jede Person, die sich für diese anspruchsvolle Berufung entscheidet. Wir haben einen sehr großen Bedarf!“, so die Geschäftsführerin des Deutschen Kinderschutzbund in Waldkirch, Michaela Brodacz-Wolff.  

Für Sabine Wölfle ist klar: ohne engagierte Tageseltern, ließe sich eine qualitativ hochwertige Betreuung gerade in Randzeiten vielerorts nicht bewerkstelligen. „Ich nehme aus dem persönlichen Austausch sehr viel mit. Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass wir ein eigens Kindertagespflegegesetz brauchen, um den Tageseltern und den verschiedenen Trägern Rechtssicherheit zu geben“, so die Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle MdL.  

 

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