Weg führt zur generalistischen Ausbildung

Veröffentlicht am 02.11.2015 in Pressemitteilungen

Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) besuchte gemeinsam mit der SPD-Sozialpolitikerin Sabine Wölfle die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege im Landkreis Emmendingen.

Schulleiter Reinhard Lay ging zu Beginn auf die Situation der Schule ein. Kooperationen mit Kreiskrankenhaus, ZfP und der Fern-Hochschule Hamburg sorgen für ein attraktives vielschichtiges Angebot.Dadurch ist die Schule für Veränderungen in der Pflege bestens vorbereitet.

„Mit den Erfahrungen aus Emmendingen kann das Land nur profitieren“, leitete Ministerin Altpeter ein. Mit der Reform des Pflegeberufsgesetzes sieht sie vor allem eine Chance für den Berufsstand. Über den Weg zur generalistischen Ausbildung sei man sich in der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft einig. Die generalistische Ausbildung verbinde mehrere Pflegeberufe, was Pflegende flexibler bei der Berufswahl mache.

Auch Jeton Himaj, Pflegedirektor des ZfP, sprach sich für die generalistische Pflegeausbildung aus. Er erklärte, die negativen Äußerungen zum neuen Gesetz hätten viel Unruhe geschaffen. Sabine Wölfle beschäftigt sich vor allem in der Enquete Pflege des Landtags mit der Generalistik. Sie erhofft sich durch ein neues Ausbildungsbild in der Pflege auch eine Aufwertung des Berufes. Dass dadurch vor allem die Altenpflege auf der Strecke bleiben könnte, sieht sie nicht. „Der intensive Kontakt zum Menschen, der oft über lange Zeit hinaus gepflegt und umsorgt wird, macht diesen Beruf einzigartig“, so die Abgeordnete.

Der erste Landesbeamte Hinrich Ohlenroth betonte, dass die Auswirkungen des neuen Gesetzes im Landkreis genau untersucht werden müssen.

ZfP-Geschäftsführer Michael Eichhorst äußerte Bedenken, dass die Schwerpunkte in der Psychiatrie im Gesetzesentwurf zu kurz kommen. Diese Anmerkung wird Altpeter mit in die Verhandlungen nehmen.

Um den Pflegeberuf attraktiv zu halten, sprach sich Personalrätin Franka Weis vom Kreiskrankenhaus für eine Entlastung der Azubis aus. So sollen diese nicht auf den Stellenplan angerechnet werden. Dies fand auch Zustimmung bei Ministerin Altpeter.

Derzeit wird im Bund weiter um das neue Pflegeberufsgesetz verhandelt. Altpeter und Wölfle wollen viele Aspekte des Gespräches mit in die politische Arbeit nehmen.

 

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