Wölfle zeigt sich nicht überrascht von Entwicklung des Waldkircher Krankenhauses

Veröffentlicht am 15.01.2018 in Pressemitteilungen

Die aktuell angekündigten Veränderung in Bezug auf das Bruder-Klaus-Krankenhaus überrascht die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Woelfle nicht. „Das Sozialministerium will eine Konzentration auf weniger Standorte, da war es immer klar, dass irgendwann auch das Waldkircher Krankenhaus in den Fokus gerät“, so die Sozialpolitikerin. Die Abgeordnete bedauert die Schließung dennoch, da gerade der Klinikverbund durch den Regionalverbund kirchlicher Krankenhäuser (RKK) gezeigt hat, dass man mit diesem Modell auch ein kleineres Krankenhaus weiter betreiben kann. „Für mich war dies immer ein gutes Beispiel, dass es funktionieren kann, einen kleinen Standort attraktiv mit entsprechendem Angeboten halten zu können“, so Wölfle. Trotzdem war die Entwicklung zu erwarten.

Die Krankenhauslandschaft ist im Umbruch weil die wirtschaftlichen Voraussetzungen immer schwieriger werden und kleinere Häuser nicht mehr das entsprechende medizinische Angebot vorhalten können und viele Patientinnen und Patienten für größere Operationen dann doch in das nächstgelegene größere Krankenhaus gehen. Auch dies scheint der Hintergrund für die Entscheidung des RKK zu sein, da man die größeren Krankenhausstandorte nicht gefährden will. Sabine Wölfle, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, hat auf diese Problematik in der letzten Haushaltsdebatte des Landtages Ende 2017 explizit hingewiesen: „Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss festgelegten Qualitätsstandards können die kleinen Häuser einfach nicht einhalten“, so Wölfle.

Gerade die medizinisch-technischen Anforderungen der häufigsten medizinischen Notfälle, wie Schlaganfall und Herzinfarkt, stellt die kleineren Häuser zunehmend vor Probleme. Die Abgeordnete fordert daher mehr Geld für die verbliebenen Häuser, um den Wegfall der Betten zu kompensieren, zu sanieren, anzubauen und zu modernisieren. Genau hier aber lässt das Land die Betreiber im Regen stehen. Nach Wölfles Aussage will man den kleineren Häusern keine Förderung mehr zukommen lassen, kürzt aber gleichzeitig das Geld für die Umstrukturierung in der stationären Versorgung. “Minister Lucha hat 2016 das Landeskrankenhausbauprogramm um 57 Mio Euro gekürzt und will ab 2019 das Förderniveau auf der Basis von 2016 auch in der mittelfristigen Finanzplanung um jährlich 17 Mio absenken“, betont Wölfle und ergänzt: „Wie soll man den Menschen vor Ort, deren kleines Krankenhaus geschloßen wird - wie jetzt in Waldkirch - erklären, dass man gleichzeitig den verbliebenen größeren Häusern die notwendigen Mittel verweigert, um die Umstruktierung voranzutreiben - von den anstehenden Entwicklungen in Bezug auf die Digitalisierung ganz zu schweigen.“ Sabine Wölfle und ihre Fraktion forderten im Rahmen der Haushaltberatungen deutlich mehr Mittel für die Krankenhäuser, die grün-schwarze Landesregierung lehnte dies allerdings ab.

Wenn das Bruder-Klaus-Krankenhaus für der Klinikverbund schon nicht mehr zu halten ist, erwarte ich, dass die anderen Krankenhäuser des Verbundes die notwendigen Mittel vom Land bekommen, um dauerhaft wirtschaftlich arbeiten zu können. Gleichzeitig würde ich es sehr begrüßen, wenn der Landkreis mit dem Kreiskrankenhaus hier in die Verhandlungen einer Übernahme einsteigen würde. Die Schließung eines Krankenhauses ist nicht nur eine Verschlechterung des medizinischen Angebotes, sondern auch eine sehr emotionale Angelegenheit für die Bürgerinnen und Bürger. Daher hoffe ich auf eine gute Lösung“, so Sabine Wölfle.

 

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